Interviews
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"Sido rappt über Drogen? Cool!"
Mike Skinner hat das Achtziger-Revival bis zur Perfektion vollendet und führt es uns nun vor: Sein neongelbes Hemd und das zu große hellblaue Jacket sind einfach nicht zu überbieten. Im Gegensatz zu seinem Outfit ist der Rapper im Gespräch komplett aufgeräumt und up to date. Und keine Angst, auf dem neuen Album schwenkt er auch nicht zum Electroclash um.
Seit zehn Uhr morgens sitzt Mike Skinner nun schon in diesem Kölner Hotelzimmer, lässt hinter sich den unermüdlichen Regen auf die Scheiben pladdern. Als wir die Suite betreten, witzelt er gerade mit dem Fototeam, das sich vor uns mit dem Vorzeigerapper Großbritanniens beschäftigte. Sichtlich fasziniert von deren Equipment überlegt Skinner: "Ich bin im falschen Business". Dann wendet er sich an uns.
"Sollen wir den Fernseher ausschalten?" Was beim ersten Hinsehen wie eine Super RTL-Kindersendung aussah, entpuppt sich beim späteren Durchhören der Aufnahmen als Doku über die Beatles. Telly ausschalten wird allerdings ein schwierigeres Unterfangen, als erwartet: Dieses Luxus-Ding hat keinen Knopf - man braucht die Fernbedienung, um es auszubekommen - und die ist nicht auffindbar. Skinner (die Songs aus dem TV mitträllernd), Butscher, Schiedel und die Promoterin machen sich auf die Suche. Es dauert ein Weilchen, bis das gute Teil auf dem großen Tisch der schicken Suite zwischen Zeitschriften und eklig alten Keksen wieder auftaucht.
Skinner ist extrem gut gelaunt. Und das, obwohl er schon seit sechs Stunden Interviews gibt. Er begutachtet die künstlichen, mit Perlen besetzten Blumen auf dem Glastisch vor den zwei Leder-Couchen, auf die wir uns fürs Interview gesetzt haben: "Das ist ranzig, das sieht verfault aus. Sehen aus, als würden die Dinger schnell Feuer fangen. Würden sicher schön brennen." Ok, wir wechseln lieber schnell das Thema. Weiterlesen.
Ein schlecht gelaunter Mike Skinner spricht in Berlin Mitte über seine Abkehr vom "modernen Leben"
Das Interview findet in einem typischen Berliner Reihenhaus statt: Klassizistisch, fette Steine, Trutzburg. Hinter dem Haus die Berliner Charité, inklusive Psychiatrie. Mike lungert gelangweilt auf einem schwarzen Ledersofa herum, seine Antworten kommen langsam, und vor allem kurz. Erst als es um sein Label geht, setzt er sich mal kurz aufrecht hin, Mühe gibt er sich aber immer noch nicht. Weiterlesen.
Everything Is Borrowed
Ein Interview zum neuem The Streets Studioalbum "Everything Is Borrowed" kann man hier lesen. Weiterlesen.